Das Behindertenzentrum „TAU“ in Ascención de Guarayos

Behinderte Schüler in der Bastelstunde unter Anleitung geschulter Fachkräfte. Bild von Christiane Braunwarth.

Im bolivianischen Ascención de Guarayos werden Kinder mit Behinderungen nicht selten von ihren Familien versteckt und damit isoliert. Das Frühförderzentrum „TAU“, unter der Leitung von Schwester Andrea Schett osf, möchte ausgegrenzte Kinder integrieren. Vier heilpädagogische Fachkräfte betreuen 20 schwerbehinderte Kleinkinder. Sie vermitteln ihnen Geborgenheit und fördern sie in ihren Fähigkeiten. Außerdem werden 20 Schulkinder mit Behinderung unterrichtet, die nicht in eine öffentliche Schule gehen können. Sie freuen sich über Basteln, Singen, Tanzen, aber auch über ihre kleinen Erfolge beim Rechnen, Schreiben und Lesen.

Bislang gab es für diese Kinder vor Ort keine Betreuungsangebote, sodass sie ihr Leben in Einsamkeit und Isolation fristen mussten. Integrationsmaßnahmen in den öffentlichen Schulen wie in den westlichen Ländern sind bis heute nicht vorhanden.

Hier im Frühförderzentrum TAU I werden 15 meist schwer mehrfach behinderte Kinder in hellen, freundlichen Räumen liebevoll betreut, wobei die Physiotherapeutin Fabiola Diaz mit bewegungsfördernden Übungen die Pädagogik wirksam unterstützt.

Die Kinder werden je nach ihren Fähigkeiten entweder einzeln oder in kleinen Gruppen gefördert, die Grobmotorik steht ebenso im Blickpunkt wie Handgeschicklichkeit und Sprachentwicklung, Sozialverhalten.

Immer wieder werden schwerstbehinderte Kinder gebracht, die zu betreuen eine besondere Herausforderung bedeutet. Dazu ist entsprechend geeignetes Personal erforderlich, welches zunächst intensiv angeleitet werden muss. Ebenso fehlen entsprechende pflegerische und orthopädische Hilfsmittel, weil sie entweder nicht erhältlich oder sehr kostenintensiv sind. Deshalb müssen Ersatzlösungen gefunden werden, um den Erfordernissen dieser Kinder halbwegs gerecht zu werden.

Die erfreulichen Entwicklungsfortschritte der Kinder sind dem gut funktionierenden Fahrdienst zu verdanken, der den kontinuierlichen Besuch des Zentrums sichert. Jeden Tag quetschen sich 15 Kinder in den viel zu kleinen Kombiwagen, ohne daß Sicherheitsvorkehrungen möglich sind. In Kürze muss deshalb ein Unternehmen mit Kleinbus beauftragt werden, die Kinder angemessen zu transportieren.

Kostenbeispiele

  • Honorar für heilpädagogische Fachkraft pro Monat: 180,- Euro
  • Entgelt für Hilfskraft pro Monat: 80,- Euro
  • Medizinische Versorgung pro Monat und Kind: 35,- Euro
  • Unterrichtsmaterial pro Monat: 20,- Euro

Spendenkonto

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Spaziergang durch Ascención de Guarayos. Bild von Christiane Braunwarth.

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