Seniorenpastoral in Bolivien

Pater Pjotr Wojtala bei einem Hausbesuch einer kranken Seniorin.

Die Alters- und Gesundheitsversorgung ist zwar in sehr bescheidenem Maße existent, funktioniert aber leider oft nicht. Es gibt eine sehr kleine staatliche Grundrente von umgerechnet monatlich ca. 35 Euro, fast niemand hat eine private Altersvorsorge oder eine Krankenversicherung.
Die Renten- und Krankenversicherung der Senioren sind deshalb ihre Kinder. Außerdem arbeitet man so lange wie man kann. Viele ältere Frauen sind als Oma „Ersatzmutter“, weil die eigentliche Mutter weit weg, manchmal sogar im Ausland arbeiten muss. Da außerdem viele Familien zerrüttet sind, leben viele Kinder von alleinerziehenden Müttern bei den Großeltern.

Die Senioren in Bolivien meistern dies alles in ihrer bolivianischen Art mit viel Gottvertrauen. Sie sind deshalb auch wichtige Stützen unserer Gemeinden. Jede franziskanische Pfarrei ist wie eine große Familie. Jeder tut seinen Teil dazu. Und alle versuchen, sich um die älteren Gemeindemitglieder gut zu kümmern.

Deshalb hat die Seniorenseelsorge in unseren franziskanischen Pfarreien verschiedene Komponenten: Wir haben Seniorenclubs, wo sich die ältere Generation trifft. Zum Bibelteilen, Handarbeiten, Musizieren oder einfach nur zum Kaffeeklatsch. Hierher kommen alle zusammen, die noch mobil sind und in der Nähe der Pfarreien wohnen.

Daneben gibt es die Besuchsdienste für unsere Senioren, die Mitbrüder, Ordensschwestern oder ehrenamtliche Helfer übernehmen. Wir besuchen unsere Gemeindemitglieder, die zu alt oder zu krank sind, um in die Kirche zu kommen. Neben der Kommunion spendet so ein Besuch immer auch Freude, Lebensmut und vor allem, das Gefühl, nicht vergessen zu sein.

Senioren (mit Enkeltochter) vor der Messe in Los Troncos.

Bei diesen Besuchen oder bei der Arbeit in der Pfarrei stellt sich oftmals heraus, dass auch finanzielle Hilfe notwendig ist. Mal fehlt es an den Mitteln für eine dringend notwendige Arznei, mal ist schlichtweg nichts mehr zu Essen im Haus. Für diese Fälle gibt es einen Fonds, denn bei diesen existentiellen Sorgen reicht guter Zuspruch leider nicht aus.

Die Franziskaner Mission in München unterstützt die Seniorenpastoral der franziskanischen Pfarreien in Bolivien und bittet Sie um Ihre Unterstützung, damit wir dort weiterhelfen können.

Kostenbeispiele

  • Kaffee und Kuchen für Seniorennachmittag: 12,-, Euro
  • Fahrkosten des Besuchsdienstes im Monat: 35,- Euro
  • Zuschuss für Notfallfonds: 150,- Euro
  • Zuschuss für Vorträge: 25,- Euro

Spendenkonto

Liga Bank

IBAN DE48 7509 0300 0002 2122 18
BIC GENODEF1M05

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