Pater Walter Neuwirth verstorben

Pater Walter Neuwirth 
* 8. August 1935 im Böhmerwald † 4. Juni 2020 in Santa Cruz, Bolivien

Josef Neuwirth wurde auf einem Bauernhof als jüngstes von zehn Kindern geboren (8.8.1935). Wie sehr viele Deutsche aus dem Böhmerwald musste er 1946 mit Mutter und Geschwistern seine Heimat verlassen.

Nach dem Eintritt in den Franziskanerorden erhielt er den Ordensnamen Walter und studierte in München Theologie. Nach der Priesterweihe am 9. August 1964 bereitete er sich in Spanien auf seinen Einsatz als Missionar im bolivianischen Tiefland vor.

Von 1966 bis in das Jahr 2009, als ihn die Folgen eines Schlaganfalls zwangen, sein Amt aufzugeben, wirkte er als Missionar in Urubicha. Sein großes Anliegen war die Förderung der musikalischen Talente der Indigenen. So gründete er zusammen mit Schwester Ludmilla aus Hall in Tirol die weltbekannte Musikschule in Urubichá.

Bei seinem Einsatz für die Kirchenmusik knüpfte er an die Jesuitenmissionen des 17. und 18. Jahrhunderts an. Die Indios bauten ihre Streichinstrumente selbst. Anfangs gestalteten sie nur die Gottesdienste in ihrer Kirche. Später kamen die Sänger und Musiker aus Urubichá („Coro y Orquesta de Urubichá“) auf ihren Reisen auch nach Deutschland und traten z.B. bei der Eröffnung der Aktion Adveniat und in mehreren Konzerten in Deutschland und Österreich auf.

Auf seine Veranlassung wurde die spanische Kinderbibel in die Sprache der Guarayos übertragen.

In seiner Autobiografie „Ein Leben in Dankbarkeit“ beschreibt er seinen Werdegang vom Bauernbuben bis zum jahrzehntelangen Dienst als Missionar unter den Indigenen.

Nach seinem Einsatz als Missionar lebte er im Franziskanerkloster in Santa Cruz, wo er noch in der Seelsorge aushalf.
Die letzten 7 Wochen verbrachte er im Krankenhaus in Santa Cruz, wo er im Beisein der Brüder sein Leben in die Hände Gottes zurück gab.

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