Unterwegs mit dem „Hospital mobil“ – Gesundheitsarbeit in Bolivien

Unterwegs mit dem „Hospital mobil“ Bild von Cochabamba / Bolivien.

Die Landschaft Boliviens ist in vielen Gegenden sehr ursprünglich und unberührt, aber auch weit entfernt von medizinischer Infrastruktur. Mit dem „Hospital mobil“ der Franziskaner fahren Gesundheitshelfer, Krankenschwestern und ein Arzt in die entlegensten und oft unzugänglichen Gebiete rund um Cochabamba, um dort der bitterarmen Landbevölkerung ärztliche Hilfe und gesundheitliche Aufklärung zu ermöglichen. Es wird Hilfe zur Selbsthilfe gegeben, indem die Menschen in drängenden Themen unterrichtet werden. Dazu gehören Schwangerschaftsvorsorge, das Erkennen von Kinderkrankheiten, Impfungen, Selbsthilfe durch Alternativmedizin, gesunde Ernährung und Hygiene, aber auch Müllvermeidung zum Schutz der Umwelt.

Kostenbeispiele

  • Ausbildung einer Gesundheitsfachkraft: 750.- Euro
  • Benzinkosten für „Hospital mobil“ pro Monat: 220.- Euro
  • Seminar „Ernährung und Familie“ pro Person: 60.- Euro
  • Medikamentenvorrat pro Woche: 60.- Euro
Das Team von „Hospital mobil“ versorgt die arme Landbevölkerung in Cochabamba mit medizinischer HIlfe und Beratung. Bild von Cochabamba / Bolivien.

Papst Franziskus beginnt seine Enzyklika über die Sorge für das gemeinsame Haus mit den Worten: „Laudato si‘, mi‘ Signore – Gelobt seist du, mein Herr“, sang der heilige Franziskus von Assisi. In diesem schönen Lobgesang erinnerte er uns daran, dass unser gemeinsames Haus wie eine Schwester ist, mit der wir das Leben teilen, und wie eine schöne Mutter, die uns in ihre Arme schließt.“ Unser Provinzial P. Cornelius Bohl ofm schreibt dazu in einem Vorwort für die jüngste Ausgabe der Zeitschrift „Franziskaner“ (Herbst/2021): „Von einer Erderwärmung und durch Smog vernebelten Großstädten wusste Franz von Assisi noch nichts. Sein Sonnengesang aber erspürt mit prophetischer Intuition, wie in der Schöpfung alles mit allem zusammenhängt: Sonne und Regen, das Wasser und die Luft, die Erde und der Mensch sind Schwestern und Brüder. Wir tragen füreinander Verantwortung. Wir haben nur gemeinsam Zukunft – oder eben keine.“

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